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„Wenn kein Ausflug auf eine rhöner Bergwiese möglich ist, muss die „digitale Bergwiese“ eben zu den SchülerInnen kommen.“ Nach diesem Motto organisierte das Naturerlebniszentrum Rhön in Zusammenarbeit mit der Biologielehrerin StRin Monika Endres ein digitales Modul zum Themengebiet Ökologie für die 10. Klassen des Hammelburger Frobenius Gymnasiums.

Das Modul wurde aufgrund des Homeschooling bzw. Wechselunterrichts mit Microsoft Teams durchgeführt. Pünktlich zum Wechselunterricht standen am Frobenius-Gymnasium auch zwei neue IPad-Wägen zur Verfügung, die mit je 32 IPads bestückt sind. So konnten die Jugendlichen der Videokonferenz entweder von zu Hause aus oder aus dem Klassenzimmer folgen.

Das Team des Naturerlebniszentrums, das im Juni 2020 Einzug in das Kellereischloss in Hammelburg gefunden hat, gab den SchülerInnen zunächst mithilfe einer Präsentation eine kleine Einführung in das Biosphärenreservat Rhön. Den Jugendlichen wurden die Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen der Rhön anhand der Räuber-Beute-Beziehung zwischen Rotmilan und Feldmaus nähergebracht.

 

Danach waren die SchülerInnen gefragt. Sie mussten in einer Gruppenarbeitsphase, die auf der „digitalen Bergwiese“ stattfand und mithilfe eines Padlets gegliedert und visualisiert worden war, die Wechselbeziehung zwischen ihren Beispiellebewesen ermitteln.

Die Gruppen beschäftigten sich unter anderem mit der Räuber-Beute-Beziehung zwischen Fuchs und Birkhuhn, mit der Symbiose zwischen Staudenlupine und Knöllchenbakterien und dem Parasitismus zwischen Ameisenbläuling und Knotenameise. Ziel war die Entwicklung eines digitalen Modells mithilfe des Tools Loopy, ein browserbasiertes Programm zur Simulation ökologischer Interaktionen. Im Anschluss daran mussten die SchülerInnen ihre Ergebnisse den anderen Gruppen durch das Teilen ihres Bildschirms präsentieren. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde stand der Einfluss des Menschen auf die Wechselbeziehung im Vordergrund, und die Jugendlichen lernten die mit menschlichen Eingriffen verbundenen Probleme und Gefahren für Ökosysteme kennen. Die SchülerInnen erkannten dabei sowohl die negativen Einflüsse des Menschen, z. B. durch große Touristenmassen, als auch die Bedeutung des Naturschutzes, z. B. durch das Entfernen der Lupinen auf den Bergwiesen der Rhön. Auf diese Weise lernten die SchülerInnen an einem Ökosystem ihrer Heimat, wie sie durch bewusstes Handeln zur Erhaltung der Natur beitragen können.

Auch wenn die Organisation und das Durchführen aufgrund des Wechselunterrichts mit einigen Hürden verbunden war, stellte das Projekt eine lohnende Abwechslung in Zeiten des Homeschooling dar und erweiterte die digitalen Kompetenzen der SchülerInnen. Die Zusammenarbeit mit dem Naturerlebniszentrum wird in Zukunft sicherlich ausgebaut werden, um weitere Projekte für die SchülerInnen realisieren zu können.