Schüler des Leistungsfaches Biologie im Labor

Der frühe Vogel fängt den Wurm – dieses Sprichwort ist altbekannt, aber nicht wahr. Denn der Zeitpunkt, zu dem Menschen besonders leistungsfähig sind, ist individuell unterschiedlich. Man spricht vom sogenannten Chronotyp. Diese innere Uhr folgt bei jedem Menschen ihrem eigenen Takt und hängt von Genetik und Lichtverhältnissen ab.

Praktikum im Labor in Bad Kissingen

Die Schülerinnen des Leistungsfachs Biologie der Q12 vom FGH konnten am 17. Januar 2026 in einem besonderen Projekt ihren persönlichen genetischen Chronotyp bestimmen. Bei einem Praktikum im Labor Laboklin in Bad Kissingen fanden sie heraus, ob sie eher ein Frühaufsteher (eine sogenannte Lerche) oder ein Langschläfer (eine sogenannte Eule) sind oder zur Gruppe der Mischtypen (Tauben) gehören.

Laborarbeit mit Geräten und Proben

Für die Exkursion hatten die Schülerinnen des Frobenius-Gymnasiums Hammelburg einen Teil ihrer Freizeit am Samstag geopfert und machten sich zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Biologiekurse Q12 des Bad Kissinger Jack-Steinberger-Gymnasiums auf den Weg zur Laboklin GmbH & Co KG in Bad Kissingen, einem renommierten Fachlabor für veterinärmedizinische Diagnostik.

Unter der Anleitung von Frau Dr. Langbein-Deutsch, Frau Böhmer und Frau Jindal arbeiteten sie wie echte Wissenschaftlerinnen im Labor. Erst wurde der Umgang mit den Gerätschaften geübt, danach wurde aus isolierter DNA der Mundschleimhaut ein Gentest vorgenommen. Mittels Polymerasekettenreaktion (PCR), so wie früher im Labor Coronatests durchgeführt wurden, gelang die Vervielfältigung eines DNA-Abschnitts, der das PER3-Gen enthält, das von besonderer Bedeutung für den Chronotyp ist. Sichtbar gemacht wurde das Ergebnis über eine anschließende Gelelektrophorese. Nun konnte jede Schülerin kritisch bewerten, inwieweit das ermittelte Ergebnis mit der eigenen Einschätzung übereinstimmt.

Schülerinnen im Biologie-Labor beim Arbeiten