Eigentlich war auch im vergangenen Schuljahr für unsere Projekttage ein Workshop in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation teamGLOBAL geplant – diesmal sogar für zwei Klassen. Die Corona-Pandemie ist jedoch nicht spurlos an unserem Kooperationspartner vorbeigegangen, weshalb wir uns vor dem Start der Projektwoche mit einer kurzfristigen Absage konfrontiert sahen. Trotzdem war unsere Fachschaft darauf bedacht, mit den Jugendlichen aus den Klassen 9b+ und 10a ein Thema zu bearbeiten, dass die gegenwärtige Politik sowie unsere Gesellschaft betrifft und gleichzeitig seine Wurzeln in der Vergangenheit hat.

In diesem Jahr durfte unsere Schule zum ersten Mal bei der Juniorwahl zu der Bundestagswahl mitmachen. Unterstützt durch einige Wahlhelfer*innen organisierte die Fachschaft Sozialkunde am 23.09.2021 die realitätsgetreue Wahl, bei der rund 100 Schüler*innen unsere Schule ihre Kreuze setzten.
In den Nachrichten, Zeitungen und auf den sozialen Medien wurde in den letzten Wochen hauptsächlich über die am 26.09.2021 anstehende Bundestagswahl berichtet. Doch wie sieht so ein Wahlzettel überhaupt aus? Und wie fühlt es sich an, in der Wahlkabine zu sitzen und eine endgültige Entscheidung treffen zu müssen? Fragen, auf die man meistens erst nach seinem 18. Lebensjahr Antworten bekommt. Deshalb hat es sich das Projekt „Juniorwahl“ zur Aufgabe gemacht, den Jugendlichen unseres Landes den Wahlvorgang an sich und die Demokratie im allgemeinen ein Stückchen näher zu bringen. Deutschlandweit haben sich in 4400 Schulen ca. 1,5 Millionen Schüler*innen an dem Projekt „Juniorwahl 2021“ beteiligt.
Wie kann Politik jugendgerecht gestaltet werden? Wie können sich Jugendliche politisch besser einbringen?
Mit diesen Fragen setzten sich am 25.11.19 die Stadträte der Stadt Hammelburg in ihrer Sitzung auseinander. Fraktionsübergreifend wurde der Wunsch deutlich, Jugendliche insbesondere bei jugendrelevanten Themen aktiver in die Kommunalpolitik einzubinden und sie für politische Themen zu sensibilisieren. Deshalb wurde dem Antrag stattgegeben, in der Stadt Hammelburg ein Jugendparlament als neue Form der Jugendbeteiligung einzurichten.
Um herauszufinden, inwieweit bei den Jugendlichen Interesse an dieser Form der politischen Beteiligung besteht, suchten Vertreter der Stadt Hammelburg in den letzten Wochen das Gespräch mit den Schülern von Mittel-, Realschule und Gymnasium. Am FGH informierten nun am 18.02.20 Frau Triest und Herr Fenn die Schülerinnen und Schüler der 9. und 9+-Klassen über Vorgaben und Vorteile eines Jugendparlaments. So erfuhren die Schüler, dass die Einrichtung eines Jugendparlaments in Hammelburg ihnen konkret die Möglichkeit eröffne, Politik jugendgerecht zu gestalten und ihre Themen in der Stadt Hammelburg zu vertreten.
Am Mittwoch, den 24.01.2018, fand am Frobenius Gymnasium Hammelburg eine politische Podiumsdiskussion für die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe statt. Eingeladen waren die drei Fraktionen des Deutschen Bundestags, die eine Abgeordnete (drei Frauen für den Wahlkreis Bad Kissingen) aus unserem Wahlkreis stellen, also CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. CSU und Bündnis 90/Die Grüne waren durch einen jeweiligen Mitarbeiter der Abgeordneten vertreten, Paul-Bernhard Wagner (CSU, für Frau Dorothee Bär) und Fabian Hamák (Bündnis 90/ Die Grünen, für Frau Dr. Manuela Rottmann). Die Abgeordnete der SPD, Frau Sabine Dittmar, kam persönlich.
Wie viele Menschen leben in Unterfranken? Wer organisiert das Zusammenleben? Warum ist die Regierung von Unterfranken eine Mittelbehörde? Worum kümmert sie sich? Was macht ein Regierungspräsident den ganzen Tag? Und vor allem: Wie betrifft mich das eigentlich im Alltag?