Der Begriff „Planspiel“ wirkt zunächst recht abstrakt. Das Online-Lexikon Wikipedia z.B. definiert ein „Planspiel“ wie folgt: „Planspiel bezeichnet eine Methode zur Simulation komplexer realer soziotechnischer Systeme.“1
Für die meisten Leserinnen und Leser entsteht bei dieser Definition weiterführender Klärungsbedarf. Warum sollte man also ein derart sperriges Konzept im Unterricht zusammen mit Schülerinnen und Schülern überhaupt einsetzen? Vielleicht hilft eine etwas niederschwelligere Herangehensweise an diesen Begriff:
„Politik ist Verhandlungssache: Wer bekommt was? Und wer bestimmt das? Wer setzt sich wem gegenüber durch? Es gilt im politischen Tagesgeschäft, widerstreitende Interessen zu vereinen und Entscheidungen über die Verteilung von Geld, Macht, Sicherheit, Autonomie usw. zu treffen. Die Teilnehmenden können Politik hautnah erleben: Als Abgeordnete im Parlament diskutieren sie in Fraktionen über ein aktuelles Thema oder ringen als Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft um Einfluss. In der letzten Phase kommt es zur Abstimmung und der entscheidenden Frage: Gibt es eine Lösung für den Konflikt?“2

